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Enosis

Nach dem Zweiten Weltkrieg wollte England seine Kronkolonie Zypern nicht in die Unabhängigkeit entlassen. Das hatte zur Folge, dass griechisch-zypriotischen Nationalisten in den 50er Jahren zu den Waffen griffen. Ihr Schlachtruf lautete „Enosis“ („Vereinigung mit Griechenland“). Geistiger Führer der „Enosis“-Bewegung wurde Makarios III, der Erzbischof von Zypern. 1950 organisierte er unter den griechischen Zyprern eine Volksabstimmung, in der sie sich mit 95,7 Prozent für den Anschluss der Insel an Griechenland aussprachen.



EOKA

Die „EOKA“ („Ethniki Organosis Kiprion Agoniston“ – „Nationale Organisation der zypriotischen Kämpfer“), der militärische Flügel der „Enosis“-Bewegung unter General Georgios Grivas, begann im April 1955 mit militärischen Aktionen gegen britische Einrichtungen. Diese gewaltsamen Aktionen zielten zwar gegen die Briten, trafen aber auch Zyperntürken, denn die britischen Kolonialherren hatten vor allem türkische Zyprer für ihre Sicherheitskräfte rekrutiert. Dabei kam es auch zu Kämpfen mit der türkisch-zyprischen Minderheit, die mit der „Türkischen Verteidigungsorganisation“ („Türk Mudafa Teskilat“, Abkürzung: TMT) ebenfalls eine Kampforganisation gründete. Außerdem forderten die türkischen Zyprer ihrerseits die Teilung der Insel („Taksim“). Die Folge waren bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen zwischen den beiden Volksgruppen, die bis dahin friedlich zusammengelebt hatten.



EU

Seit 1. Mai 2004 ist Zypern Mitglied der Europäischen Union. Obwohl die gesamte Insel de facto aufgenommen wurde, gilt Europäisches Recht nur für das Gebiet der Republik Zypern im Süden. Die Türkische Republik Nordzypern ist international nicht anerkannt und gilt als von der Türkei besetztes Territorium.